LITERATUR

 

Jeden Tag erliegen wir unzähligen Eindrücken. Die Phase unseres Lebens, in der unsere Wahrnehmung und Empfindung am engsten beisammen liegen, in welcher Liebe, Leid, Leben uns am intensivsten erscheinen, das ist die Jugend. Wer keine Jugend erleben durfte, erfährt diese Phase in seltenen Fällen erst im Alter, dann aber packt es einen mit "Pauken und Trompeten" (traurig jene, die es nie erlebt). Mich hat es in der Jugend erfasst... Die immensen Eindrücke zu verarbeiten, ganz gleich ob jung oder alt, bedarf passender Ventile. In meinem Fall war es neben der Bildenden Kunst und Musik das Schreiben; als mir das visuelle und auditive Verarbeiten alltäglicher Erlebnisse nicht mehr genügten, beschloss ich, diese Erlebnisse schriftlich beliebig ausdehnen oder völlig neu zu erdenken. Ich schrieb mir meine Welt, wie ich sie haben wollte, was in Poesie und zahlreiche Erzählungen ausartete. Im Alter von 18 Jahren stellte ich dann meinen ersten Roman "Im Buch meiner Eltern" fertig. 

 

Alltag war und ist nie langweilig. In ihm wartet, wenn man achtsam durch das Leben geht, die wichtigste Antriebsfeder für alles Schaffen.

 

Mit vierzehn Jahren habe ich die Liebe zur klassischen Musik und vor allem zur Oper entdeckt. Seither nehme ich mir, in Bezug auf das kreative Schreiben, ein Beispiel an der Musik, indem ich vermeide Empfindungen direkt beim Namen zu nennen, sondern sie wie durch Noten -in meinem Fall durch Worte- so zu vermitteln, dass sie beim Zuhörer oder Leser unwillkürlich empfunden werden.

 

 

                               Ein Buch ist ein Mosaik. Das Leben bietet mir die Steine und die Musik gibt mir den Mörtel.

 

 

Heute bedeutet mir die praktische Auseinandersetzung mit den Künsten eine wesentliche, unverzichtbare Ergänzung und Bereicherung meiner wissenschaftlichen Arbeit.